Modernisieren, ohne dass die Mieter ausziehen müssen
Eine Besonderheit des Projekts: Die Sanierung erfolgte im bewohnten Zustand. Die Mieterinnen und Mieter konnten während der Arbeiten in ihren Wohnungen bleiben. Möglich macht dies unter anderem die serielle Bauweise: Große Teile der neuen Gebäudehülle werden industriell vorgefertigt und anschließend vor Ort montiert. Fenster, Verschattung, Lüftung und Dämmung sind dabei bereits in die Fassadenelemente integriert. Das verkürzt die Bauzeit und reduziert die Belastung für die Bewohner.
Die Gebäude erreichen nach der Modernisierung den Effizienzhaus-55-EE-Standard. Neue hochgedämmte Fassaden, Dach- und Kellerdämmung, Photovoltaik, Luft-Wasser-Wärmepumpen und eine dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung sorgen dafür, dass der Energieverbrauch um mehr als 90 Prozent reduziert werden soll. Gleichzeitig wurden die Gebäude auch gestalterisch deutlich aufgewertet.
„Bezahlbares Wohnen und Klimaschutz gehören heute untrennbar zusammen. Mit der seriellen Sanierung können wir unseren Bestand modernisieren, ohne dass die Menschen ihr Zuhause verlieren.“
Benjamin Bormann, Geschäftsführer der GKWG
Bezahlbarer Wohnraum bleibt erhalten
Neben der energetischen Verbesserung steht die soziale Verantwortung im Mittelpunkt. Die 24 Wohnungen des ersten Bauabschnitts werden in die öffentliche Bindung überführt und künftig an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vermietet. Für die Bewohner verbindet die Modernisierung damit mehr Wohnkomfort und deutlich geringere Energieverbräuche mit langfristig gesichertem Wohnraum – bei einer Mieterhöhung von maximal zwei Euro je Quadratmeter.
Zweiter Bauabschnitt bereits in Vorbereitung
Mit dem ersten Bauabschnitt ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. In der Josef-Reich-Straße 3 und 5 sowie 20–28 und in der Gebhard-Huber-Straße 2–10 sollen weitere 29 Wohnungen mit rund 2.000 m² Wohnfläche energetisch modernisiert werden. Auch diese Wohnungen werden anschließend in die öffentliche Bindung überführt. Nach der zwischenzeitlichen Verzögerung infolge des Förderstopps in Bayern bereitet die GKWG gemeinsam mit Renowate den nächsten Bauabschnitt vor. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Insgesamt investiert die GKWG rund 12 Millionen Euro in beide Bauabschnitte. Nach Abschluss des Gesamtprojekts werden auf der Lindenhöhe 53 energetisch modernisierte Wohnungen dauerhaft sozial gebunden sein – und damit langfristig bezahlbarer Wohnraum in Lindenberg gesichert.
Das Projekt auf einen Blick: 53 Wohnungen, rund 3.550 m² Wohnfläche, Effizienzhaus-55-EE-Standard, mehr als 90 Prozent Energieeinsparung und eine Gesamtinvestition von rund 12 Mio. Euro. Voraussichtlicher Abschluss: Frühjahr 2027.



